WINE TO MILK

Zwei Gläser, dieselbe Hand

Bei Tisch, im La Posta, ein Glas unseres hauseigenen Champagners. Sechstausend Kilometer entfernt, im ugandischen Karamoja, eine Dose Milchpulver für ein Kind, das keine andere Nahrungsquelle hat. Es sind nicht zwei Gesten. Es ist dieselbe Geste, zweimal eingeschenkt.
Jemandem etwas einzuschenken ist eine der ältesten Gesten der Gastfreundschaft - vielleicht die erste überhaupt. Im La Posta tun wir das jeden Abend, mit unserem hauseigenen Champagner. Doch seit diesem Jahr reicht dieselbe Geste, unverändert in ihrer Form, auch anderswohin.
In Moroto, im ugandischen Karamoja, nimmt das Charity Sisters Children's Home Kinder von null bis drei Jahren auf, die aus Familien in extremer Notlage stammen, gemeinsam mit ihren Bezugspersonen, so lange, bis ein stabiler Gesundheitszustand erreicht ist. Geleitet wird es von Missionsschwestern, die niemanden direkt um etwas bitten - deshalb führt ISP in Africa, seit 2022 vor Ort präsent, regelmäßige Kontrollen durch, um sicherzustellen, dass Nahrung und Milch ausreichen. Für die kleinsten Kinder ist Milch keine Option unter mehreren: Sie ist oft die einzige Alternative zur Muttermilch, in einem Umfeld, in dem Ernährungsunsicherheit und die Notlage der Mütter häufig dazu führen, dass Neugeborene nicht ausreichend Nahrung erhalten.
Der Mechanismus, der die beiden Häuser verbindet, ist bewusst einfach, fast unsichtbar gehalten: Zwei Euro von jedem im La Posta ausgeschenkten Glas Champagner fließen in das Projekt. Am Ende der Saison werden die ausgeschenkten Gläser gezählt, und dieser Betrag wird zu Milchpulver für das Charity Sisters Children's Home, vermittelt über ISP in Africa. Ein Kilogramm Milch - etwa 33 Fläschchen, zwei Wochen Nahrung für ein Kind über einem Jahr - kostet 3,70 Euro. Jedes Glas, das bei Tisch eingeschenkt wird, wird, ohne dass es jemand bemerkt, zu einigen Tagen Nahrung für jemanden, den wir nie kennenlernen werden.
Wir verlangen von unseren Gästen nichts zusätzlich. Wir unterbrechen das Abendessen nicht mit einer Bitte. Die Geste steckt bereits im Glas, in dem, was wir ohnehin jeden Abend tun. Sie funktioniert, weil sie nichts hinzufügt - sie verbindet lediglich zwei Orte, die derselben Stiftung angehören, La Posta in der Toskana und das Charity Sisters Children's Home in Uganda, durch dieselbe alltägliche Handlung: jemandem etwas einzuschenken, der Nahrung braucht.
Die Casa Costa Foundation ETS ist es, die aus den gezählten Gläsern Saison für Saison gelieferte Milch macht. Doch die Geste, die das alles auslöst, ist unsere, jeden Abend, bei Tisch.
Das Projekt läuft im La Posta über die gesamte Saison: Jedes bei Tisch ausgeschenkte Glas unseres hauseigenen Champagners unterstützt das Charity Sisters Children's Home in Moroto.
PROJEKT ENTDECKEN